Jürgen Klopp vor dem Spiel gegen Paderborn

Jürgen Klopp vor dem Spiel gegen Paderborn

Jürgen Klopp geht. Davor wartet aber noch der Endspurt in der Bundesliga. Borussia Dortmunds Noch-Trainer blickt angestrengt auf das Spiel gegen den SC Paderborn. SPORT1 fasst die Aussagen der Pressekonferenz zusammen.

  • +++  Herausforderung für Klopp +++
    Der emotionale Höhepunkt war gestern. Heute  geht es um das Spiel des Tabellenzehnten gegen den  Sechzehnten. Jürgen Klopp muss beweisen, dass er seine letzten Spiele als Trainer von Borussia Dortmund mit dem nötigen Elan angeht.
  • +++ Klopp über Paderborn +++
    Klopp schaut bei der ersten Frage nach Paderborn noch auf sein Handy: "Ich habe nicht telefoniert, ich muss nur die Verletztenliste ablesen, weil sie so lang ist. Paderborn hatte damals eine gute Phase. Wir haben 2:0 geführt und hätten das dritte Tor machen müssen. Dann kam die Verletzung von Marco Reus, wir bekommen dann ein Gegentor nach einer Ecke und eins nach einem Konter. Letzte Woche hat Paderborn wieder den Kopf rausgestreckt - jetzt sind sie wieder da. Es ist eine Mannschaft, die sofort Fußball spielt, wenn man sie lässt. Also überhaupt nicht Aufsteiger-like. Sie haben richtig gute Jungs. Für sie ist dieses Spiel unendlich wichtig. Für uns ist entscheidend, wen wir zur Verfügung haben. Das ist noch überhaupt nicht sicher.
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  • +++ Kehl und Subotic verletzt +++
    "Nuri und Oli fallen sowieso aus - und Piszco. Kuba, Manni, Erik und Marco haben heute individuell trainiert", beginnt Klopp mit der Verletztenliste. "Auf gar keinen Fall zur Verfügung stehen Sebastian Kehl und Neven Subotic. Neven hat sich beim Kreisspiel gestern an den Rücken gefasst, das hat sich als kleiner Bandscheibenvorfall herausgestellt. Sebastian hat sich im Training eine Rippe gebrochen. Das sind zwei Wochen Ausfall."
  • +++ Auf das Spiel einlassen +++
    "Wenn wir einen Moment haben, wo wir überlegen sind, müssen wir ihn nutzen. Alle müssen sich auf dieses Spiel einlassen", sagt Klopp.
  • +++ Bloß nicht hochleben lassen +++
    Erwartet Klopp eine besondere Stimmung im Stadion nach seiner Entscheidung? "Es ist nicht wichtig, was ich erwarte. Ich kann nicht in die Köpfe hineingucken. Wenn einer vor hat, mich oder mein Trainerteam hochleben zu lassen - das wäre fehl am Platz. Ich erwarte nichts und brauche nichts. Das Wichtigste ist die Unterstützung für die Mannschaft über 90 Minuten."
  • +++ Reaktion der Spieler +++
    "Ihr wisst ausnahmsweise mal bei etwas, was mich betrifft, genauso wenig wie ich", sagt Klopp zum Ablauf im Stadion am Samstag. Zur Reaktion der Spieler, die erst nach der PK von gestern KLopps Entscheidung persönlich erfahren haben: "Es hat kein Spieler applaudiert, nach dem Motto: zum Glück. Man braucht einen Moment, so eine Information zu verarbeiten. Deswegen habe ich nichts auf die Goldwaage gelegt, was gestern im Training passiert ist. Das ist aber heute vorbei."
  • +++ Nochmal alles abverlangen +++
    "Wir haben immer Gründe gefunden, warum man etwas ganz Besonderes draus machen könnte", sagt Klopp vom gemeinsamen Traum vom Pokalsieg zu seinem Abschied. "Ich habe nie Lebenszeit verschenkt. Deswegen werden wir uns alles abverlangen. Aus dieser gemeinsamen Geschichte können wir Kraft schöpfen. Aber am Ende kommt es darauf an: Wie bringt man den Ball von A nach B?"



  • +++ Böse Erinnerung an Reus-Verletzung +++
    Im Hinspiel verletzte Paderborns Marvin Bakalorz Dortmunds Marco Reus schwer. Klopp zum Thema Schiedsrichter: "Ich habe seit Monaten kein Problem mit einem Schiedsrichter gehabt - aber das ist leider niemandem aufgefallen. Ich habe damals gesagt, was ich empfunden habe. Es war ein unnötiges Foul, aber das ist vergessen. Darüber hinaus erinnere ich mich an kein wahnsinnig hartes Foul."
  • +++ Profi Klopp +++
    Natürlich gab es doch einige Fragen darüber, wie sein Abschied das Spiel am Samstag beeinflussen könnte. Klopp antwortete professionell - überschwängliche Emotionen wird es von ihm bis zu seinem letzten Spiel als BVB-Trainer wohl nicht geben. Dafür sind die anstehenden Aufgaben zu wichtig. Für die Spieler sei aber "Lachen erlaubt" auf dem Platz - "auch wenn dann mancher wieder schreibt: Die Spieler sind glücklich über Klopps Abgang", sagte er. Damit endet die erstaunlich kurze Pressekonferenz.
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